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Das Hotel Sittardsberg Duisburg zeigt seine Bilder

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Die Geschichte des
Hotels am Sittardsberg

Wer sich von Süden der lebendigen Ruhrstadt nähert, mag vielleicht über den Begriff "Berg" schmunzeln. Ihn zu übersehen wird allerdings jedem Besucher schwerfallen. Gemeint ist der Sittardsberg, das Tor des Duisburger Südens. Früher hat diese „Erhebung" den auf den Rheinwiesen grasenden Kühen Schutz bei Hochwasser geboten. Heute ist er Visitenkarte einer modernen Stadt und vom Hotel Sittardsberg aus zentraler Ausgangspunkt zu den Zentren des Rhein-Ruhr-Gebietes.


Das war zu Kaiser Wilhelms Zeiten, als der Sittardsberg noch zu Düsseldorf-Angermund gehörte, nicht anders. In jener Zeit mussten die Fuhrwerke, welche aus Duisburg oder Mülheim kommend nach Düsseldorf wollten, den Sittardsberg passieren. Zu der Zeit hieß die Sittardsberger Allee auch noch Mülheimer Chaussee!

Heinrich Schenkel besaß am Sittardsberg einen Bauernhof. Hier wurden auf der langen Strecke nach Düsseldorf die Pferde getränkt  und die Kutscher erfrischten sich ebenfalls. Somit erwarb Heinrich Schenkel 1876 eine Konzession, um den Kutschern auch Bier und sonstige Alkoholika ausschenken   zu dürfen. Das war der Beginn der Gastronomie und späteren Hotelerie der Familie Schenkel am Sittardsberg. Ein Namensvetter der Monarchen, Wilhelm Schenkel erbaute mit seiner Frau Henriette 1900 ein stattliches, repräsentatives Hotel auf der „höchsten Erhebung" des Duisburger Südens.


Seither ist es sowohl für die Duisburger als auch für die Geschäftsleute und Wochen- endbesucher eine feste Adresse.
Um die Jahrhundertwende hatte die Montan stadt natürlich ein anderes Gesicht.
Das Hotel Sittardsberg war zu dieser Zeit ein beliebtes Ausflugslokal. Es lag direkt am Wald und war von Wiesen umgeben. Statt eines Parkplatzwächters gab es damals einen Pferdeburschen, der die Droschken und Fuhr- werke bewachte. In den Stallungen standen Ausflugsgespanne, und im Hotel blieb bei Kaffee und Kuchen die Romantik einer Zeit erhalten, die durch zunehmende Industriali- sierung des Ruhrgebietes immer weiter an den Stadtrand gedrängt wurde.

1919 übergab Wilhelm Schenkel das Hotel an seinen Sohn Hermann. Von den Wirren des Zweiten Weltkrieges blieb auch der Sittardsberg nicht verschont. Doch kurz nach Kriegsende führte Rudolf Schenkel mit seiner Frau Helma in der vierten Generation die Familientradition fort und eröffnete als erstes Hotel in Duisburg nach dem Kriege 1946 den Betrieb. Das, was als Wirtschaftswunder in die Geschichte einging, machte natürlich vor Duisburg nicht halt. Die Stadt wuchs und mit ihr der Verkehr. Was 60 Jahre unruhiger Geschichte nicht vermochten, schafften 1962 die Planierraupen. Das alte Hotel Sittardsberg musste einer großzügigen Verkehrsplanung weichen. Seine Stelle nimmt seit vierzig Jahren der heutige Neubau ein.

Die Lobby

Zeitungen auf dem Tisch in der Lobby

Im Jahr 1989 verstarb Rudolf Schenkel und seine Ehefrau Helma übernahm die Leitung des Betriebes, geblieben ist jedoch mehr als ein Stück Nostalgie.

Das moderne Hotel Sittardsberg wurde seit 1988 von Michael Schenkel, dem Ur - Ur -Enkel des Gründers, geführt. Wie zu Kaisers Zeiten prägt es nach wie vor das weithin erkennbare Gesicht des Duisburger Südens, der heutigen Stadtgrenze Düsseldorfs.

Im Februar 2006 verstarb plötzlich und un- erwartet Michael Schenkel mit 53 Jahren. Die Geschäftsführung des Familien-Unternehmen übernahm für kurze Zeit Patrick Komfort (geb. Schenkel), übergab diese dann aber Ende 2006 an seinen Vater Rolf Schenkel, der das Unternehmen nunmehr leitet und auch den Neubau mit 20 neuen Zimmern in Angriff genommen hat. Ab Frühjahr 2010 bietet das Hotel Sittardsberg, seinen Gästen im neuen Anbau Zimmer der 4 Sterne Kategorie an.


Nicht nur die wichtigsten Verkehrsadern kreuzen sich hier,  auch die U-Bahn liegt direkt vor der Tür. Wenn Kaiser Wilhelm heute das Rhein-Ruhr-Gebiet besuchen würde, dann wär es vielleicht am praktischsten, hier Hof zu halten, denn der Charme und die Erinnerung an die gute alte Zeit sind zwar geblieben, die Räumlichkeiten wurden aber ständig moder- nisiert. In den insgesamt 37 Zimmern stehen 64 bequeme Komfortbetten, alle Zimmer sind mit Bad oder Dusche, WC, Minibar, Kabel-TV, Selbstwahltelefon und W- Lan ausgestattet.

Seit 1996 gehört das Hotel Villa Fiore in Düsseldorf Kaiserswerth, gelegen zwischen Messe und Flughafen, zum Hotel Sittardsberg ist aber zur Zeit verpachtet.

Bevor man sich aber von der Qualität der Betten überzeugt, gibt es im Hotel Sittardsberg noch viel zu erleben. Kommt man von einer schönen Wanderung oder hatte einen anstrengenden Arbeitstag findet man Ent- spannung in der Sauna.
Zwei Restaurants, ein italienisches und eine gutbürgerliche Schänke, laden dann mit einer ideenreichen und vielseitigen Speisekarte, auf der auch für den verwöhntesten Gaumen etwas Leckeres zu finden ist, zum Essen. Wer dann noch nicht müde ist, kann sich noch bis Mitternacht an der Hotelbar von den freund- lichen Barleuten ein frisches Glas zapfen lassen und mit anderen Gästen den Abend ausklingen lassen.

Das alte Hotel bis 1962
- Das alte Hotel bis 1962 -